10.06.2009: Hochaktuell war das Thema der Mitgliederversammmlung der Lichterfelder Sozialdemokrat/inn/en am 9. Juni: Am selben Tag befasste sich auch die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus mit der Reform und traf eine Vorentscheidung.
Natürlich wurde auch in der SPD Lichterfelde-West über das Thema "Losentscheid" diskutiert. Die gesamten Reformpläne wurden aber zunächst von der stv. Kreisvorsitzenden Eveline Neumann und dem Sprecher der GEW-Schulleitervereinigung Wolfgang Harnischfeger erläutert. Harnischfeger, der sich öffentlich kritisch zu der Frage des Gymnasialzugangs geäußert hatte, betonte, dass die Reform mit der Schaffung von Sekundarschulen an der Stelle der Haupt-, Real- und Gesamtschulen richtig sei.
Er wünschte sich bessere Aus- und Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer beim Thema Binnendifferenzierung. Längeres gemeinsames Lernen sei richtig, stelle aber auch erhöhte Anforderungen an die Lehrkräfte, jede/n Schüler/in richtig anzusprechen.
An der Integration der Haupt-, Real und Gesamtschulen zu einer neuen Schulform führt angesichts der Probleme an Hauptschulen und der insgesamt steigenden Nachfrage (auch aus dem Arbeitsmarkt) nach höheren Bildungsabschlüssen kein Weg vorbei.
Die Diskussion zeigte eines ganz deutlich: Die Fokussierung der öffentlichen Debatte auf die Frage des Gymnasialzugangs mit oder ohne Losentscheid führt an wesentlichen Inhalten der Reform vorbei. Und auch wenn sich einige Teilnehmer/innen der Diskussion kritisch zu der Losvergabe äußerten, die SPD-Fraktion hatte wenige Minuten zuvor dieses Thema deutlich entschärft und die "Losquote" von 50 auf 25 % herabgesetzt.
Wer sich über den Entwurf der Schulstrukturreform informieren will, kann dies unter anderem auf den Internetseiten der Bildungsverwaltung tun.









